Jeden Tag mehr Zeit haben? So geht’s…

„Habe ich heute nicht geschafft.“ „Die Zeit müsste man sich mal nehmen.“ „Schon wieder so spät?“  „Wann soll ich das denn noch machen?“ Kommen dir diese Gedanken bekannt vor. Manchmal reichen 24 Stunden irgendwie nicht aus, oder? Der Tag könnte oft ruhig noch ein paar Stunden länger sein.

Im täglichen Wettlauf gegen die Zeit musst du deine Familie, deinen Job, deine Freunde, dein Hobby, sprich deinen Alltag irgendwie unterbringen. Alle fordern ein Stück von deinem 24 Stunden Kuchen oder eine Flasche aus deinem 24 Stunden Bierkasten. Aber irgendwann ist auch die letzte Flasche leer und vom Kuchen sind noch nicht einmal mehr ein paar Krümel übrig.

Wenn dann aber Familie oder Freunde auf der Strecke bleiben, wünscht man sich oft einfach mehr Zeit.

Spätestens dann solltest du darüber nachdenken, deine Zeit besser zu nutzen und die 24 Stunden effektiv aufzuteilen. Es geht nicht darum, dass du allen gerecht wirst, außer natürlich deiner Frau/Freundin und deinen Kindern. Du sollst auch nicht deinen gesamten Alltag starr durchplanen. Es geht darum, dass du dich einfach entspannter und mit weniger Gehetze durch deinen Tag bewegst.

Gib Aufgaben ab – Du musst nicht alles selbst machen

Wie oft kaufst du in der Woche ein? Mal schnell nach der Arbeit noch in den Supermarkt oder mal eben noch Getränke für das Wochenende besorgt? Das sind richtige Zeitfresser. Parken, die Artikel in den Einkaufswagen packen und dann ab in die Schlange an der Kasse. Den Einkauf schnell ins Auto packen und zuhause Taschen/Getränkekisten in die Wohnung oder das Haus schleppen. Ganz zu schweigen von dem Umweg, den du ggf. fahren musst, falls der Supermark  nicht auf dem Weg liegt.

Hier geht schnell eine halbe oder sogar eine Stunde deiner 24 Stunden am Tag drauf. Wenn du dann noch öfter in der Woche einkaufst, weil du zum Beispiel was vergessen hast oder grundsätzlich lieber kleinere Mengen einkaufst, kommt da schon einiges zussammen.

Aber es gibt eine Lösung für diesen Zeitfresser: Lieferdienst. Nein, du sollst nicht jeden Tag Essen bestellen, zu früh gefreut. Lass dir deine Lebensmittel liefern. Viele Getränkemärkte bieten dir zum Beispiel einen entsprechenden Service gegen einen kleinen Aufrpeis an. Einige bringen die Kisten auch ab einem bestimmtem Bestellwert kostenlos. Eine nette Begleiterscheinung: Du sparst nicht nur Zeit, sondern musst die Kisten auch nicht mehr selbst schleppen.

Einen ähnlichen Service bieten auch Supermärkte an. Vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten gibt es immer mehr Läden, die dir deinen kompletten Einkauf nach Hause bringen. Die Bestellung erfolgt dann direkt über die Webseite oder per App.

Plane z.B. deinen Einkauf besser

Wenn Bestellen für dich keine Lösung ist, dann kannst du trotzdem zwei Dinge gegen den Zeitfresser beachten. Plane deinen Einkauf so, dass du wirklich nur einmal in der Woche einkaufst und nicht zwei Tage später wieder in den Supermarkt musst.

Gehe außerdem zu ungewöhnlichen Zeiten einkaufen. Viele Läden öffnen schon um 7 Uhr morgens und haben bis 21 oder sogar 22 Uhr auf, nutze das. Vermeide Stoßzeiten, wie z.B. Samstagvormittag oder direkt vor Feiertagen. Hier ist für gewöhnlich die Hölle los. Das fängt bei der Parkplatzsuche an und hört in der Schlange an der Kasse auf. Vermeide diese Zeiten auf jeden Fall. Hier verschwendest du nur unnötige Stunden und für die meisten Leute ist es auch einfach stressiger.

Erkauf dir Zeit für deine Familie

Ähnlich wie beim Einkaufen kannst du auch Putzen und Co. auslagern, sprich eine Haushaltshilfe bezahlen. Das ist natürlich auch eine Frage des Geldes und ob es dir das wert ist. Je nach Wohnung/Haus ist der Aufwand, den du und deine Partnerin mit Aufräumen, Badezimmer reinigen, Boden wischen etc., relativ hoch.

Vor allem bei mehreren Kindern kommt so einiges an Schmutz und Wäschebergen zusammen. Das ist auch völlig normal. Pro Woche können es schnell mal vier bis fünf Stunden werden. Putzen ist also ein Zeitfresser. Mal abgesehen davon, dass es auch nervig und anstrengend sein kann. Oder reinigst du gerne das Bad oder wischt gerne den Flur? Hier kommt also eine Reinigungskraft ins Spiel.

„Ich bin doch nicht Krösus“, wirst du jetzt bestimmt denken. Musst du auch nicht. Ein bis zweimal im Monat für zwei, drei Stunden die Hilfe in Anspruch nehmen. Und schon hast du und deine Partnerin bis zu sechs Stunden mehr Zeit. Hochgerechnet auf das Jahr ist das ein ganzer Tag, 24 Stunden. Wie geil ist das denn! Wenn ihr die Hilfe wöchentlich bestellt, dann ist es sogar noch mehr. Mehr Zeit für die Kinder, für Hobbys oder was auch immer.

Ja, es kostet Geld und bei aller Begeisterung sollte man sich das gut durchrechnen. Aber selbst, wenn nur einmal im Monat oder meinetwegen alle zwei Monate jemand euch das Putzen abnimmt: Du hast dann schon mehr Zeit und weniger Stress. Einen Versuch sollte das schon wert sein. Schau dich doch einmal in den bekannten Kleinanzeigen-Portalen um, hier solltest du schnell eine passende Reinigungskraft finden. Es gibt mittlerweile auch spezialisierte Anbieter, die dir jemanden in deiner Nähe vermitteln.

Der frühe Vogel kann mich mal…, oder doch nicht?

Auf den ersten Blick für viele kein wirklich attraktiver Tipp. Aber gib dir ein paar Minuten und denk drüber nach. Viele Promis schwören drauf. Liest man sich ein wenig in das Thema ein, dann überbieten sich Holllywood-Stars förmlich mit ihren frühen Morgenstunde. Zwei, drei Uhr sind da keine Seltenheiten.

Und was die Damen und Herren in dieser Zeit nicht alles auf die Beine stellen. Wahnsinn. Um 2 Uhr nachts trainieren, dann meditieren und ausgiebig und megaaaa gesund frühstücken… Nervt jetzt schon, oder? Wahrscheinlich keiner dieser Stars macht sich sein Frühstück selbst, muss nicht um 8 Uhr im Büro sein und vorher noch die Kinder zur Tagesmutter oder zur Schule bringen. Eine völlig andere Welt also.

Trotzdem hat dieser Hype einen wahren Kern. Wenn du nur 30 oder 45 Minuten eher als normal aufstehst, gewinnst du diese Zeit. Jeder Mensch benötigt zwischen sechs und acht Stunden Schlaf. Finde erst einmal heraus wie viele du selbst benötigst.

Mit dem Wissen kannst du anschließend  deine zusätzliche Zeit am Morgen planen. Gehe entsprechend früher ins Bett. Muss es noch die zweite oder dritte Folge deiner aktuellen Serie sein, die dich abends bis 23 Uhr oder sogar bis Mitternacht wachhält. Wenn du ehrlich bist, nein.

Sei klüger als dein Teenie-Ich – Früher in die Falle

Als Teenie hat man abends jede Sekunde ausgenutzt, um möglichst nicht ins Bett zu müssen. Entsprechend gerädert saß man dann auch morgens in der Schule. Sei also schlauer als damals. Versuche früher ins Bett zu gehen und früher auftzustehen.

Du musst nicht von jetzt auf gleich eine Stunde eher aufstehen. Taste dich langsam im 15-Minuten-Takt an deine persönliche neue Aufwachzeit heran. Stehe am Anfang eine Viertelstunde eher auf. Wenn das nach einigen Tagen gut klappt, dann versuche die 30 Minuten. Voraussetzung dafür ist, dass du auch entsprechend eher ins Bett gehst, um ausreichend Schlaf zu bekommen. Sonst bringt es nichts.

Tanze nicht auf allen Hochzeiten – Setze Prioritäten

Nimm dir ein paar Minuten und überprüfe deine Woche oder ruhig sofort einen ganzen Monat. Womit verbringst du so die Zeit? Was muss davon wirklich sein und was könntest du streichen oder verbessern? Arbeit, Familie sind natürlich feste Anker in deinem tägliche Zeitplan. Aber gibt es vielleicht Termine, die du dir lieber schenken würdest.

Nimmst du dir zum Beispiel regelmäßig Arbeit mit nach Hause? Oder der Stammtisch jeden Montag hängt dir zum Hals heraus? Lerne nein zu sagen. Du sollst keinen vor den Kopf stoßen. Job, Familie und Freunde sind sehr wichtig. Aber es gibt für viele terminliche Verpflichtungen einen Plan B.

Wenn du zuhause bist und du keine Home-Office-Regelung haben solltest, dann arbeite auch nicht regelmäßig noch nach Feierabend. Keine Mails, keine Telefonate, nichts. Ausnahmen gibt es immer mal, aber das sollte nicht zur Regel werden. Es gibt auch noch ein Leben neben dem Job und deiner Karriere wird das nicht schaden.

Auch Freunde und Familie können dir manchmal die Zeit stehlen. Den Stammtisch könntest du zum Beispiel nur alle zwei Wochen oder einmal im Moment besuchen. Solche wöchentlichen Treffen werden nämlich oft zur Belastung und Arten in Freizeitstress aus. Triff dich dann lieber gezielt mit Freunden, anstatt jede Woche in der gleichen Runde.

Hinterfrage deinen Terminkalender, finde Lösungen für den Freizeitstress und setze Prioritäten. Entscheide für dich, was dir persönlich wichtig ist und welche vermeintlichen Verpflichtungen du lieber umplanst oder streichst.

Organisiere deinen Alltag – Spießig, aber sinnvoll

Wir verschwenden oft viel Zeit, weil wir unorgansiert sind oder schnell mal Dinge vergessen. „Mist, ich muss morgen noch einmal in den Supermarkt, weil ich Produkt XY vergessen habe.“ Ein Klassiker, den jeder von uns schon einmal erlebt hat. Man kann immer mal was vergessen, das ist menschlich, aber mit einer guten Einkaufsliste kannst du solche Zeitfresser minimieren. Das ist nur ein Beispiel aus dem Alltag. Es gibt noch Dutzende.

Achtung, jetzt wird es spießig, aber effektiv. Lege dir abends bereits die Kleidung für den nächsten Tag heraus. Oft sucht man morgens noch nach einem paar Socken oder der Lieblingsjeans. Du beginnst den Tag also bereits mit Suchen. Das muss nicht sein. Gewöhne dir am Vorabend an, dir deine Kleindung griffbereit für den kommenden Tag hinzulegen. Das spart Zeit und Nerven. Vor allem wenn du gerade beginnst, früher auzustehen. (s. Punkt 3.), wäre es doch schade, wenn du die gewonnen Minuten mit der Suche nach deinen Klamotten verbringen würdest.

In die gleiche Richtung geht der nächste Tipp. Decke abends schon den Frühstückstisch. Nein, du kannst Aufschnitt und Co. noch im Kühlschrank lassen. Aber Teller, Tassen und Besteck kannst du ruhig schon auf den Tisch stellen. Trinkst du morgens Kaffee oder Tee? Auch das kannst du abends schon ensprechend vorbereiten. Morgens solltest du dann nur noch Kaffeemaschine oder Wasserkocher anstellen müssen.

Plane deine Fahrten. Gerade in Zeiten des Klimwandels solltest du darauf achten, nicht für jede Kleinigkeit, dein Auto zu nehnmen. Versuche, so wenig Fahrten wie möglich zu machen. Auch sparst du so ordentlich Zeit. Lege dir nach Möglichkeit Einkäufe, Pakete abholen und andere kleinere Termine auf eine Tour. Zum Beispiel auf die Route zur Arbeit. So kannst du vor oder nach dem Job noch schnell einige Sachen erledigen. Wenn du für jeden Brief oder jedes Brötchen noch einmal extra raus musst, verlierst du nur unnötige Zeit. Zeit, die du lieber mit deiner Familie verbringst oder deinem Hobby nachgehst.

Suchen, einer der No. 1 Zeitfresser

Suchen ist ein absoluter Zeitfresser. Wie oft suchen wir Schlüssel, Smartphone und Co. Fast täglich würde ich behaupten. Kurz vor Abfahrt zur Familienfeier liegen die Fahrzeugpapiere auf einmal nicht mehr da, wo du sie am Vorabend noch hingelegt hattest. Oder doch nicht? Wo hattest du sie denn eigentlich abgelegt?

Und dann die berühmteste aller Fragen, die einem in dem Moment durch den Kopf schießt. Wo habe ich XY (hier die Papiere) zum letzten Mal gesehen? Das ist oft der Startschuss einer hektischen Suchaktion, die dich Zeit und Nerven kostet. Doch das muss nicht sein. Wähle dir in deiner Wohnung einen festen Platz für Schlüssel, Papiere und Portmonee aus. Das kann zum Beispiel auf dem Schuhschrank oder der Kommode im Flur sein. Oder du legst die Sachen auf deinen Nachttisch oder in der Küche auf die Fensterbank. Du findest schon einen geeigneten Ort.

Achte dabei darauf, dass dieser Platz nicht oft genutzt wird, wie beispielsweise der Küchen- oder Wohnzimmertisch. Sonst besteht die Gefahr, dass die Sachen wieder verlegt werden und du erneut suchen darfst. Verfahre so mit allen Dingen, die du regelmäßig suchst. Versuche dir hier eine Routine anzueignen. Sobald du nach Hause kommst, legst du Schlüssel und Co. an ihrem gewohnten Platz ab. Wenn du dich regelmäßig daran hälst, ist es schon bald selbstverständlich für dich.

Gönne Smartphone und Co. mal ne Pause

Jetzt wird es für einige wirklich schwer. Wir verbringen täglich Unmengen an Zeit mit unserem Smartphone. Mails lesen, Sportergebnisse checken, Videos anschschauen und so weiter und so weiter. Du wirst es ahnen….ja, der König der Zeitfresser. Lass das Smartphone einfach mal links liegen. Das ist gerade zu Beginn nicht leicht. Aber verordne dir selbst bewusste Pausen von dem Ding.

Lege es in ein anderes Zimmer, mach die Tür zu und schon hast du wieder etwas Zeit gewonnen. Aber vor allem wenn du mit deiner Familie zusammen bist, sollten Mails, Videos und Co. keine Rolle mehr spielen. Es geht nicht darum, das Smartphone zu verteufeln, aber wir alle benutzen es zu oft im Alltag. Einfach mal weglegen und sich anderen Dingen widmen. Du wirst sehen, es hat ein wenig was von Urlaub.

Fazit

Überall im Alltag lauern Zeitfresser, die wir entschärfen können. Setz dich einfach mal hin und probiere aus, was für dich Sinn macht und dir dabei hilft, mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu haben. Das sind nur einige Tipps, bestimmt fallen dir selbst noch mehr ein.

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