20 unnötige Babysachen

In der Werbung wollen einige Unternehmen und Shops jungen Eltern oft weiß machen, was wirklich gut für ihr Baby ist. Vielleicht hast du das auch schon gemerkt. Die Verkäuferin im Babyladen schwärmt in den höchsten Tönen vom neuen (und auch teuren) Kinderwagen. Oder in Werbespots wird suggeriert, dass dir dein Nachwuchs ja wohl das Geld für das überteuerte Kinderbett wert sein wird. Was wärst du schließlich sonst für ein Vater?

Im Kampf um die Gunst und auch das Geld der Eltern überschlagen sich viele Anbieter mit Versprechungen und appelieren an dein Gewissen. Getreu dem Motto: Das Beste ist gerade gut genug für deinen Sonnenschein. Übersetzt heißt das: Lass die Kohle rüberwachsen.

Ok, das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber bei manchen Produkten fragt man sich dann doch: Was soll ich damit? Dazu gehören sowohl neue angebliche Errungenschaften, aber auch scheinbar altbewährte Babyartikel sind oft einfach nur überflüssig.

Ich habe dir daher aus meiner Sicht 20 unnötige Babyartikel aufgeführt. Lass dich davon aber nicht abschrecken. Eltern und Kinder sind zum Glück alle unterschiedlich. Was die einen mögen, würden die anderen niemals kaufen. Daher sehe es bitte als ein rein subjektive Auflistung. Aber vielleicht bewahrt dich der eine oder andere Punkt ja vor einem Fehlkauf.

20 unnötige Babysachen

1. Babybadewanne mit Gestell

Aber die braucht man doch unbedingt? Nein. Warum? Das Gestell steht nicht nur im Weg rum, sondern es ist auch mühsam, die Plastikwanne immer wieder mit Wasser zu füllen. Mal abgesehen davon, dass man auch leicht gegen das Gestell tritt und das Wasser auf den Fußboden schwappt. Vom Umkippen mal ganz zu schweigen.

Nach ein paar Wochen/Monaten geht es sowieso in die große Wanne. In dieser Zeit kannst zum Beispiel ein großes Waschbecken benutzen. Dein Rücken wird es dir übrigens danken. Solltest du kein ausreichend großes Waschbecken haben, dann lass wenigstens das Gestell weg. Stell die Babybadewanne einfach direkt in die normal Wanne.

Übrigens. Eine Babybadewanne unterscheidet sich meistens nicht viel von einer Wäschewanne. Wenn du eine diese hast, dann kannst du sie auch gleich für den Nachwuchs benutzen.

2. Windeleimer bzw. Windeltwister

Eine volle Windel stinkt nun einmal. Ob im normalen Plastikeimer mit Deckel oder in einem überteuerten Windeleimer. Letzterer schließt den Geruch zugegeben etwas länger ein. Aber das steht in keinem Verhältnis zum Anschaffungspreis (oft um die 50 Euro) und zu den Folgekosten. Für die speziellen Eimer benötigst du nämlich besondere Beutel bzw. Nachfüllkassetten, die viel teurer als normale Müllbeutel sind.

Immer wieder beklagen sich Eltern auch über den anfälligen Schließmechnismus der Eimer. Daher nimm einfach einen herkömmlichen Eimer mit Deckel und Müllbeutel. Den Kampf gegen den Gestank gewinnst du nur, wenn du den Eimer regelmäßig leerst. Da hilft auch kein teurer Windeleimer.

Meine Frau und ich haben uns für diesen einfachen WindeleimerWerbung*  entschieden, den es in vielen unterschiedlichen Farben gibt. Reicht für uns völlig aus.

3. Babybett

Euer Baby schläft die ersten Monate bei euch im Bett oder daneben in einem Beistellbettchen. Ein eigenes Babybett braucht es daher erst einmal nicht. Später könnt ihr immer noch ein mitwachsendes Kinderbett kaufen.

4. Hightech-Babyphone

Mittlerweile kannst du den Schlaf deines Babys mit viel Technik überwachen. Was es da nicht alles gibt. Sensormatten um die Atmung zu kontrollieren, hochauflösende Nachtsichtskameras mit WLAN und und und. Sicherlich haben einige Ausstattungsmerkmale ihre Berechtigung.

Viele Eltern beruhigt es, wenn sie ihr Kind über einen TV-Monitor oder auf ihrem Smartphone sehen können. Bedenke allerdings, dass solche WLAN-Kameras auch grundsätzlich gehackt werden können. Das ist übrigens auch schon passiert. Wie wahrscheinlich das ist, musst du für dich selbst entscheiden.

Von einer Sensormatte ist in der Regel abzuraten. Sie sollen die Atmung der Kleinen zuverlässig überwachen und durch einen Alarm auf Atemaussetzer aufmerksam machen. Ihre Fehleranfälligkeit hat allerdings schon so manche Eltern in kurzfristige Panik versetzt. Sollte daher keine medizinische Notwendigkeit bestehen (Rücksprache mit Arzt), kannst du dir die Matte sparen.

Bedenke immer: Je mehr Technik ein Babyphone besitzt, desto größer ist die elektromagnetische Strahlung im Kinderzimmer. Ein herkömliches Babyphone mit den Standardfunktionen ist also völlig ausreichend. Achte immer auf einen Mindestabstand von einem Meter zum Kinderbett.

Mehr Infos zum Thema Babyphone findest du übrigens hier:

Babyphone: In nur 6 Schritten zur richtigen Ausstattung

Babyphone Philips Avent SCD 503 im Test

5. Babywaage

Dein Baby wird regelmäßig beim Arzt gewogen. Auch die Hebamme überprüft das Gewicht der Kleinen. Daher ist eine Babywaage absolut überflüssig.

6. Stofftiere und Spielzeug

Oft werden vor allem Erstgeborene mit Spielzeug und unzähligen Stofftieren überschüttet. In Maßen ist das auch in Ordnung, aber zuviel sollte es nicht sein. Mit vielen Sachen, z.B. Kuscheltieren, können Babys sowie noch nichts anfangen. In dieser Hinsicht sind sie sehr genügsam. Meistens spielen sie eh am liebsten mit Mama und Papa.

7. Wickeltisch

Im Ernst? Ja, klar. Ein reiner Wickeltisch ist absolut überflüssig. Er nimmt nur Platz im Kinderzimmer weg und nach ein paar Monaten wird er nicht mehr benötigt. Halte lieber nach einer Kommode mit einem abnehmbaren Aufsatz Ausschau. Wenn der Nachwuchs dann lieber im Bett oder auf dem Boden (auf einer Unterlage) gewickelt wird, montierst du den Aufsatz einfach ab und benutzt die Kommode nur als Stauraum.

8. Stubenwaagen oder Wiege

Ein typisches Geschenk von den Großeltern. Früher gehörte ein Stubenwagen einfach dazu. Aber mittlerweile verzichten immer mehr Eltern auf ihn. Natürlich ist er praktisch und sieht gut aus, aber man benötigt ihn nicht wirklich. Benutze doch einfach den Kinderwagen dafür.

Wenn du natürlich im dritten Stock wohnst und keine Lust hast, den Kinderwagen bzw. das Oberteil immer rauf und runter zu schleppen, dann kannst du über einen Stubenwagen nachdenken. Aber eigentlich ist er überflüssig.

9. Teure Produkte für die Babypflege

Dein Baby benötigt vor allem in den ersten Monaten keine teuren Cremes oder Öle. Eine Wundsalbe für den Popo aus dem Drogeriemarkt und mehr nicht. Irgendwann kann man über eine spezielle Babyseife oder ein entsprechendes Duschgel nachdenken, vielleicht auch ein Massageöl. Aber diese Sachen bekommst du günstig in jedem Drogeriemarkt. Lass dich also nicht von irgendwelchen Werbeverprechen leiten und frage vor der Anwendung den Kinderarzt oder die Hebamme.

10. Kleidchen im Krabbelalter

Ja, sie sehen sehr süß aus. Und gehören auch irgendwie dazu. Aber gerade im Krabbelalter sind Kleidchen für viele Kinder eher störend. Die Kinder versuchen zu krabbeln und klemmen mit ihrem Knie dabei den Stoff oft so ein, dass sich dieser bis zum Hals spannt. An Fortbewegung ist dann nicht mehr zu denken. Also, lieber vor und nach dem Krabbelalter anziehen.

11. Zu viele Babysachen in Größe 50 und 56

Gerade beim ersten Kind meint man es oft zu gut. Zusätzlich bekommt man viele Anziehsachen zur Geburt und zur Taufe in den Größen 50 und 56 geschenkt. Kauft daher lieber erst einmal weniger in diesem Größenbereich ein. Zumal viele Babys auch nach wenigen Wochen schon im 60er-Bereich ankommen.

12. Feuchttücherwärmer

Kein Scherz, den gibt es wirklich. Es ist eine Art Box, die die Feuchttücher erwärmt. Die Dinger beginnen so bei 20 bis 30 Euro, Luxusausführungen kosten schnell mal um die 50 Euro. Aus Sicht eines Vaters kann ich von solchen Ausgaben nur abraten, meine Frau denkt übrigen genauso. Spart euch das Geld und den Platz auf der Wickelkommode für wichtigere Babyartikel.

Die meisten Babys haben keine Probleme mit den oft etwas kälteren Feuchtüchern. Wenn es gar nicht anders geht, kannst du die Feuchttücher im Winter auf die Heizung stellen oder vor Gebrauch mit der Hand erwärmen. Wer einen Wickeltischstrahler hat, hält das einzelne Tuch nach dem Auspacken kurz davor. Oder nutzt zuhause einfach einen warmen Waschlappen.

13. Übertriebener Kinderwagen

Kinderwagen sind mittlerweile für einige eine Art Statussymbol geworden. Man will sich beim Spaziergang ja schließlich keine Blöße geben. Also wird der teuerste, größte oder angesagteste Kinderwagen mit der besten Ausstattung bestellt. Alle paar Jahre gibt es eine neue hippe Marke oder ein neues Stylo-Modell, das schnell zum Must-Have wird.

Was viele dabei vergessen? Der Wagen muss im Alltag vor allem praktikabel sein. Ist das nicht der Fall, wenn z.B. der Wagen zu schwer ist, um ihn täglich mehrmals ins Auto zu laden, dann habt ihr ein Problem. Da hilft auch nicht, dass Promi XY den gleichen Kinderwagen benutzt.

Achte also auf eine alltagstaugliche Ausstattung. Dazu gehören z.B. robuste Räder, eine möglichst leichte Bauweise, eine gute Federung, Regentauglichkeit, möglichst kompakte Außenmaße, Wendigkeit, Sitz-und Liegefläche und, und, und. Natürlich soll der Wagen auch gut aussehen, aber für den Alltagsgebrauch ist ein funktionales Design wichtiger. Du würdest dir ja auch kein schickes Cabrio kaufen, um mit deiner 5-köpfigen Familie in Urlaub zu fahren.

14. Babyschuhe

Ja, auch die sehen süß aus, aber sind komplett überflüssig. Wenn dein Nachwuchs noch nicht laufen kann, machen Schuhe keinen Sinn. Um die Füßchen zu wärmen, gibt es andere gute Möglichkeiten (z.B. Strumphose, Strampler und/oder Socken).

15. Babyhandtücher

Babyhandtücher besitzen meistens noch eine Kapuze. Ein normales Badehandtuch tut es aber auch.

16. Besondere Wickeltasche

Natürlich benötigt man eine Tasche, um Windeln und Co. unterwegs unterzubringen. Aber eine spezielle Wickeltasche oder ein Wickelrucksack ist nicht nötig. Du und deine Frau habt bestimmt genug Taschen zuhause, die ihr für die Windeln verwenden könnt.

17. Flaschenthermometer

Auch hier musste ich zweimal hinschauen. Ja, auch das gibt es. Um die Temperatur der Milch zu kontrollieren, bieten einige Unternehmen spezielle Flaschenthermoter an. Absolut überflüssig. Die Milch sollte natürlich nicht zu heiß und nicht zu kalt sein. Doch das kann man doch ganz leicht durch Fühlen oder meinetwegen auch Probieren selbst feststellen. Oder man schüttet sich etwas Milch auf die Innenseite des Unterams bzw. des Handgelenks. Mehr braucht es wirklich nicht.

18. Babykostwärmer

Nimmt in der Küche nur Platz weg und kostet Geld. Lieber auf den Kochtopf (Wasserbad) zurückgreifen oder ab in die Mikrowelle. Hier aber bitte beachten, dass die Nahrung oft nicht gleichmäßig warm wird. Einfach umrühren und noch einmal ein paar Sekunden erhitzen.

19. Dampfsterilisator / Vaporisator für Babyflaschen

Hier werden einige wahrscheinlich jetzt aufschreien, aber so ein Ding haben wir nie gebraucht. Um die Flaschen zu sterilisieren, haben wir diese anfangs samt Sauger & Co. einfach ganz normal ausgekocht. Funktioniert wunderbar. Mittlerweile kommen die Flaschen einfach mit in die Spülmaschine. Wichtig ist hierbei, dass das Spülprogramm mindestens 65 Grad hat, um Keime entsprechend abzutöten.

20. Bettdecke oder Kopfkissen

Babys benötigen nur einen Schlafsack, der sie wärmt und der nicht über das Gesicht rutschen kann. Eine Bettdecke oder ein Kopfkissen sind zwar gut gemeint, aber vor allem in den ersten Monaten kann das gefährlich werden. Hier droht Erstickungsgefahr. Auch Stofftiere oder Spielzeug haben übrigens im Bettchen erst einmal nichts zu suchen.

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